ClickFix: Der Browser-Betrug, bei dem Nutzer sich selbst hacken

Überblick
Eine Social-Engineering-Technik namens ClickFix hat sich rasant zu einem der gefährlichsten Angriffstrends des Jahres 2025 entwickelt.
Ursprünglich als täuschende Browser-Verifizierungsmasche aufgefallen, ist ClickFix inzwischen zu einem ganzen Ökosystem herangewachsen: Phishing-Kits und Malware-as-a-Service-Angebote machen die Methode für Angreifende jeden Kenntnisstands nutzbar.
Laut dem Threat Report von ESET nahm die ClickFix-Aktivität im ersten Halbjahr 2025 sprunghaft zu – sie ist damit der zweithäufigste Angriffsvektor nach Phishing. Besonders gefährlich macht die Technik ihre Einfachheit und Plattformunabhängigkeit: Sie funktioniert auf jedem gängigen Betriebssystem.
Wie funktioniert ClickFix?
Der Angriff tarnt sich als routinemäßige Sicherheitsprüfung des Browsers und ähnelt häufig einem gefälschten reCAPTCHA oder einer Verifizierungsseite.
Die Opfer sollen bestätigen, dass sie keine Maschine sind – doch im Hintergrund kopiert der Klick auf die Schaltfläche einen schädlichen Befehl in die Zwischenablage.
Anschließend fordert die Seite dazu auf, das Terminal oder ein PowerShell-Fenster zu öffnen, den Befehl einzufügen und auszuführen, um „die Verifizierung abzuschließen“.

Damit werden die Betroffenen zu ihrem eigenen schlimmsten Feind: Sie starten unbeabsichtigt Schadsoftware auf ihrem Gerät – in dem Glauben, es gerade sicherer zu machen.
Das macht ClickFix besonders schwer erkennbar, denn der Infektionsweg umgeht automatisierte Schutzmechanismen und beruht vollständig auf der manuellen Ausführung durch die Nutzenden.
Der Aufstieg des IUAM ClickFix Generators
Forschende von Unit 42 bei Palo Alto Networks haben kürzlich den IUAM ClickFix Generator entdeckt – ein Phishing-Kit, das die Erstellung solcher Täuschungsseiten automatisiert.
Das Kit lief zwischen Juli und Oktober 2025 auf einem aktiven Server und erlaubte Angreifenden, ihre Phishing-Kampagnen vollständig anzupassen: Titel, Domains und die schädlichen Befehle, zu deren Ausführung die Opfer verleitet werden.
Das Werkzeug erkannte das Betriebssystem der Opfer, verschleierte JavaScript und blockierte sogar mobile Nutzende, damit die Schadsoftware zuverlässig auf Desktop-Systemen ausgeführt wurde. Unit 42 brachte das Kit mit mehreren Kampagnen in Verbindung, die DeerStealer für Windows und Odyssey Infostealer für macOS verbreiteten.
Beide Schadprogramme sind darauf ausgelegt, Zugangsdaten, Browserdaten und Informationen zu Kryptowährungs-Wallets zu stehlen.
Fazit
Die Entdeckung des IUAM ClickFix Generators markiert die nächste Stufe in der Kommerzialisierung von Phishing-Techniken. Ähnlich wie Phishing-as-a-Service senkt dieser Ansatz die technische Hürde für Cyberkriminelle und ermöglicht es, realistische, frei anpassbare Betrugsseiten in kurzer Zeit auszurollen, die Nutzende dazu bringen, sich selbst zu infizieren.
Unsere Expertinnen und Experten warnen: Der Erfolg von ClickFix beruht auf psychologischer Manipulation. Die Nutzenden sind überzeugt, einen legitimen Sicherheitsschritt auszuführen – tatsächlich starten sie den Angriff auf sich selbst.

Da sich diese Methode ständig weiterentwickelt, empfehlen wir den Einsatz unserer Anti-Phishing-Lösung, um Angriffe im ClickFix-Stil zu stoppen, bevor sie Ihre Mitarbeitenden erreichen.
Buchen Sie eine kostenlose Demo und sehen Sie, wie sie die versehentliche Ausführung schädlicher Befehle verhindert und gefälschte Verifizierungsseiten blockiert.

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